WJ fragen nach

Interkommunales Gewerbegebiet Schleswig-Schuby

 

2012 wurde das interkommunale Gewerbegebiet Schleswig-Schuby von 22 Gemeinden und einer Stadt gemeinsam auf den Weg gebracht. Begonnen mit großem Enthusiasmus hat sich die Sichtbarkeit des Projektes vom Skizzenpapier in ein konkretes Angebot für rar werdende Gewerbeflächen in unsere Region manifestiert.


Zwischen Autobahn und B76 beobachten wir seit geraumer Zeit, wie nicht nur die Erschließungsarbeiten abgeschlossen wurden, sondern auch erste Gewerbebetriebe sich erfolgreich ansiedeln. Grund genug für eine Zwischenbilanz.


Was ist schon da, was kommt noch und wieviel ist noch frei? Was sind die Herausforderungen und Möglichkeiten? Auf diese Fragen gingen wir gemeinsam mit Verbandsvorsteher Jürgen Augustin und Burkhard Otzen (WiREG) ein. Verstärkt wurde unsere Runde durch Marcel Davids, der gemeinsam mit seinen Eltern einen neuen Teil des Familienbetriebs „Lorenzen Bauunternehmen“ im IKG ansiedelt, sowie Sven Schnoor der bereits den Betrieb „Grünwert“ und Schnoor Garten und Sportplatz- und Landschaftsbau erfolgreich in das IKG verlagert hat.


Von der Idee zur Realität – Ausgehend von der Fragestellung „Wie werden künftig Wirtschaftsflächen zur Verfügung gestellt?“ wurde das Interkommunale Gewebegebiet in 10 Jahren realisiert. Was für den einen oder anderen Unternehmer eher langwierig klingt, ist vor dem Hintergrund Vergabe- und baurechtlicher Anforderungen als zügige Umsetzung zu beurteilen. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen würde bereits heute ein vergleichbares Projekt 3-5 Jahre länger in Anspruch nehmen. Naturschutz, Archäologie, Verkehrsrecht, Emissionen sind nur ein paar Themen, die Jürgen Augustin nennt. „Anspruch ist“, so der Verbandsvorsteher „dass wir als kommunale Vertreter der Umlandgemeinden langfristig denken und handeln, um einen attraktiven Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein zu ermöglichen - aber auch Anspruch an die Landesregierung wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen zu setzen, die im intranationalen Vergleich bestehen können.“


Während in normalen Jahren ein jährlicher Gewerbeflächenbedarf von circa 90-100.000 m² erfolgreich durch die WiREG im Kreis Schleswig-Flensburg vermittelt wird, stieg dieser im vergangenen Jahr sogar auf 160.000 m². Die Nachfrage –vor allem von regionalen Unternehmern - ist ungebrochen hoch, sodass bereits jetzt weitere interkommunale Gewerbegebiete in Vorbereitung sind. Das IKG Schleswig Schuby hingegen hat ein Potential bis Jahresende zu 99% ausverkauft zu sein. Betrachtet man nun die durch Landesseite angestrebte Schaffung von 1,9 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen pro 1.000 m² Gewerbefläche, besteht begründete Hoffnung, dass auch Jürgen Augustins zweite Leidenschaft – die Errichtung neuer Kindergärten – ihn noch lange auslasten wird.


Die Schleswiger Junioren wünschen den Kommunen, dem Zweckverband und der Wirtschaftsförderung viel Erfolg bei der Schaffung neuer Gewerbeflächen. Die jährliche Umfrage im Rahmen der WJ-Wirtschaftsbilanz zeigt es immer wieder: „Die Wirtschaft benötigt Gewerbeflächen, um sich kontinuierlich entwickeln zu können“.


Dirk Erny