WJ hinterfragen

Schleswigs Stadtmanager zu Besuch bei den Wirtschaftsjunioren

 

„Welche Erwartungen habt Ihr als junge Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter an eine Stadtmarketingorganisation?“ mit dieser Frage eröffnete Schleswigs Stadtmanager Helge Schütze den Wirtschaftsstammtisch der Junioren.


Wir stellten fest, die Vorstellungen sind ambitioniert: Innenstadt beleben, Ansiedlungsakquise, Veranstaltungen organisieren, Zusammenarbeit Wirtschaft, Stadtverwaltung und -politik weiterentwickeln und Marketing für Schleswig machen, um damit mehr Kunden zu haben. Zweite Frage: „Wie viel Mitarbeiter hat das Schleswiger Stadtmarketing? Antwort vom Geschäftsführer: 1,7 Arbeitskräfte und bezahlt wird das Stadtmarketing zu 60% von der Wirtschaft und zu 40% von der Stadt. – Kurz Denkpause: „Upps - das wird mindestens knapp, um die vielen Erwartungen zu erfüllen“ so ein Tenor aus dem Kreis der WJ.

Über 30 aktive Projekte sind im Moment am Start, so berichtete Helge Schütze und hat den Kalender damit gut gefüllt. Alle Vorhaben zahlen auf ein aktives Marketing der Wikingerstadt ein. Beginnend bei einer attraktiven Internetseite, über die Begleitung von ansiedlungswilligen Investoren bis hin zur Organisation von Runden Tischen zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung zählen dazu. Der Übernachtungsgast wird durch die Ostseefjord Schlei GmbH angesprochen, der Tagesgast durch das Stadtmarketing, so die klare Abgrenzung.

Wisst ihr, wie viele Passanten täglich durch Schleswigs Einkaufsstraße laufen? 2.000, 3.000? Korrektur von Schütze: „Aktuell über 8.000. Wir haben einen Zähler eingebaut und können ermitteln, wie viele potenzielle Kunden die Ladenstraße in der Einkaufzeit nutzen.“ Das sind Antworten auf Fragen von Investoren und Einzelhändler. „Ja, wir haben Leerstände. Aber es sind nicht außerordentlich viele.“ 12% zählt das Stadtmarketing aktuell. Das ist in diesen Zeiten nicht zu viel. Die kleinen Flächen gehen besser als die großen. Wenn Sie dann noch Stufen oder mehrere Ebenen haben, wird es schwieriger. Aber der Mann fürs Standortmarketing ist zuversichtlich: „Wenn wir mit der Pandemie und der Innenstadtsanierung durch sind, dann wird sich viel tun.“

„Schleswig in the box“ eine weitere Aktion des Stadtmarketing. Wurde mal eben in der Lockdownzeit konzipiert und umgesetzt. Die Bürger haben Boxen ganz häufig gebucht. Dadurch zeigt sich die Verbundenheit der Einwohner mit Ihrer Stadt. Mancher Einzelhändlerin oder -händler brachte diese Aktion ein Lächeln zurück.

Aber auch die Funktion als „Brücke“ zu Verwaltung und Politik ist nicht zu unterschätzen. Vielen wollen etwas machen, eine Veranstaltung oder ähnliches. Helge Schütze oder Sandra Pilkes wissen, wen man fragen muss und welches Vorhaben grundsätzlich Chancen hat. Der Brandschutz auf dem Rathausmarkt lässt leider keine großen Aktivitäten zu. Die Verkaufsoffenen Sonntage bieten viel Spielraum.

Auf die Fragen, welche Zukunftsprojekte er gerne umsetzen möchte, hat er klare Vorstellungen: „Die Winterbeleuchtung, einen Vikingtriathlon und den Schwarzen Weg zur Sonnenterrasse und Gastromeile machen – das wäre was“, so der Manager.

Helge, wir wünschen Dir und uns, dass Dein Elan und Deine Ideen alle fruchtbaren Boden finden, gedeihen und die Wikingerstadt Schleswig weiter zum Blühen bringen.