WJ zeichnet Schülerfirma aus

 

WeBrand - Finn Koll gründet fiktives Unternehmen in Schleswig

Warum werden Textilien nur so kurz getragen? Warum werden sie nicht ein zweites oder drittes Mal getragen – „second or third hand“. Das fragte sich Finn Koll von der Firma Grünkonzept aus Flensburg. Er ist Schüler in der Klasse Gä17 am BBZ Schleswig. Er lernt den Beruf des Gärtners.

Berufsschullehrer Martin Eikeln hatte den Schülern die Aufgabe gegeben eine Geschäftsidee für ein eigenes Unternehmen zu entwickeln und dafür einen Businessplan aufzustellen. Alle Schüler erarbeiteten im Rahmen der schulischen Ausbildung Ihre Geschäftsidee. Die Ideen reichten von der eigenen Galloway- und Schildkrötenzucht bis zur Herstellung von Stutenmilch. Eine Pflanzenpflege-App wurde genauso erdacht wie ein gläserner Toaster.

Die Jury wurde von den Wirtschaftsjunioren Schleswig gestellt. Piet Lassen, Leiter des Arbeitskreises Schule-/ Wirtschaft und Geschäftsführer der Diakonie Kropp, bestätigte: "Wir begrüßen, dass Unternehmertum im Unterricht behandelt wird und unterstützen dieses Projekt daher gerne mit ehrenamtlichen Einsatz.“ Wirtschaftsjunior Kai Petersen, Inh. Gärtnerei Petersen, bestätigte den Auszubildenden: „Sie sind mit einem hohen Maß an Kreativität an die Unternehmensgründung herangegangen und haben erkannt, an wie viele Punkte man als Betriebsinhaber denken muss." „Die uns vorgestellten Businesspläne waren häufig so gut, wie die echten Businesspläne, die wir als IHK prüfen" ergänzt Stefan Wesemann von der IHK Geschäftsstelle Schleswig als drittes Jurymitglied, "die müssen sich nicht verstecken“.

Am meisten überzeugte das Konzept und die sehr gute Vorstellung der Projektidee WeBrand von Finn Koll. Sein Ziel ist es, abgetragene Bekleidungsstücke zu sammeln und wiederaufzuarbeiten. Daraus entwickelt er neue individuelle Markenkleider. Sein Ziel war es neben dem monetären Erfolg, Nachhaltigkeit zu erreichen und die Umwelt dabei zu schonen. Der 2. Platz ging an Tim Schröder (Gemüsegärtnerei Breklingfeld) und die Firma „E-Kühl“. Seine Geschäftsidee: "Ich produzierte ein Label als Aufkleber, dass die Temperatur eines Getränks anzeigt. So kann schnell erkannt werden, dass das Bier, der Wein oder der Sekt die optimale Trinktemperatur hat.“ Als dritten Sieger zeichneten die Junioren Mats Ehrich (Firma Garten- und Landschaftsbau Schmidt in Hüsby) aus. Er will mit seiner Firma Lucky Motors kleine und große Rasenmäher von Benzinbetrieb auf E-Antrieb per Akku umrüsten. Dadurch sinken die Emissionen und man kann auch während der Mittagsruhe und evtl. am Sonntag Rasen mähen. Den großen Rasenmäher seines Chefs will er als ersten umbauen.

"Finn Koll wird Schleswig-Holstein beim Bundesentscheid vertreten und dort seinen Businessplan präsentieren" sagt Lehrer Martin Eikeln. Die Schleswiger Junioren wünschen viel Erfolg.