Die Schleswiger Wirtschaftsjunioren auf neuen Pfaden

 

Die Jahresfahrt 2019 sollte die Schleswiger Wirtschaftsjunioren einmal etwas weiter weg in die norwegische Hauptstadt Oslo führen – wenn sie auch fast vor der Haustür, nämlich in Kiel, begann. Rund 35 Mitfahrer versammelten sich am Morgen des 1. November in den Büroräumen der DanRevision in Kiel zu einem Empfang mit Sekt und Brötchen, um das Dreh- und Anlegemanöver der Color Fantasy von dort aus zu bewundern. Sehr aufregend, sollte es doch nur wenige Stunden später an Bord dieses prächtigen Fähr-/“Kreuzfahrt“schiffes gehen.

Höchst interessante Einblicke in das Hafengeschehen, welches von hier aus zu beobachten war, gab dann Herr Dr. Rosenbaum, Marketingchef vom Port of Kiel: Neben betriebswirtschaftlichen Fakten erfuhren wir auch Wissenswertes über das Nachhaltigkeitskonzept des „Blue Ports“ Kiel. „Einfach Stecker reinstecken“ ist dann wohl doch ein etwas komplexeres Thema, welches aber ganz oben auf der Agenda eines der größten Ostseehäfen steht. Nachdem wir uns dann zu Fuß ein wenig auf die Wintertemperaturen in Oslo vorbereiten konnten und uns auf dem Weg um die Kieler Hörn noch einmal den Kieler Wind um die Nase haben wehen lassen, wurden wir bei der Color Line GmbH selbst vom Leiter Rechnungswesen, Marc Rottenberg empfangen. Der erzählte uns sodann, dass von der Color Fantasy tatsächlich „ein Stecker eingesteckt“ ist, da die Color Line mit Sitz im energie-bewussten Norwegen als erstes Unternehmen in Kiel den Landstrom nutzt. Natürlich wuchs die Spannung im Laufe des Vortrags über das Unternehmen Color Line immens, was uns doch nicht davon abhielt, Marc mit Fragen zum Unternehmen und Fährbetrieb zu löchern. Fakt ist: Es handelt sich bei der Strecke nach Oslo um eine Fährüberfahrt, man möchte diese jedoch so erlebnisreich wir eine Kreuzfahrt gestalten. Wir können sagen: Das hat geklappt, aber sowas von!

Kreuzfahrt für Anfänger, ja, das gefiel uns allen. Neben diversen Restaurants, einem Casino und einem Theater kamen wir tatsächlich auf den Kreuzfahrt-Geschmack. Nachdem alle an Bord waren trafen sich die meisten Mitfahrer an Deck, um das außerordentlich schöne Ablegemanöver und die Ausfahrt aus der Kieler Förde zu beobachten. Auch kulinarisch kamen wir voll auf unsere Kosten, als wir nach einem riesigen Büffet aus Fisch und Fleisch und allem, was das Herz begehrt, am nächsten Morgen auch noch ein großes Frühstück bekamen, welches zu der nochmals schönen Einfahrt in den Oslofjord am nächsten Morgen serviert wurde. Knappe drei Stunden hatten wir dann Zeit, die königliche Stadt mit hochmodernem Hafenviertel, prächtigen Palast, stylischer Oper und geschichtsträchtigen Bauten zu entern. Nachmittags ging es dann mit erneut grandiosem Ausblick schon wieder zurück in Richtung Kiel, und dank gastfreundlicher Junioren haben wir auch wie am Vorabend gemütlich auf den größeren Kabinen netzwerken können, um am nächsten Morgen, dem 3. November, wieder in Kiel einzulaufen. Ahoi!

Inken Johannsen