Der St. Petri Dom - die größte und höchste Baustelle in Schleswig

 

WJ lassen sich die Sanierung erläutern

 

Einer der bedeutendsten Punkte in unserem Schleswiger Stadtbild ist mit Sicherheit der St. Petri Dom. Nicht nur beeindruckendes und mehrere Jahrhunderte altes Bauwerk, sondern mit seinen zahlreichen Veranstaltungen auch eine der kulturellen Säulen der Stadt Schleswig. Ein Anziehungspunkt für den Tourismus, der natürlich auch der lokalen Wirtschaft in und um Schleswig zu Gute kommt. In den letzten Monaten hat sich der freie Blick auf den Domturm durch ein massives Baugerüst stark verändert.

Wir durften uns ein genaueres Bild von einer der größten Baustellen Norddeutschlands machen. Referent der Bischofskanzlei, Andreas Hamann und sein Bauleiter Witt, gaben exklusiv für die Wirtschaftsjunioren Schleswig Einblicke in die täglichen Herausforderungen.
Neben den unterschiedlichen Gesteinsschichten des Turmes sowie den Fenstern aus der gotischen Zeit, kommt es auch zu zahlreichen Renovierungsmaßnahmen im inneren des Doms. Bei der Sanierung des Turms fokussiert sich ein wesentlicher Teil auf die Ursache der immer wieder auftretenden Feuchtigkeitsschäden im Innenraum.

Noch kurz vor Beginn unseres Besuches zog ein kräftiges Gewitter mit starken Regenschauern über den Dom hinweg. 20 Minuten später war es zumindest trocken und das Gewitter vorübergezogen, sodass wir neben einer Führung durch den Innenraum auch mit dem (Bau-)Fahrstuhl das Baugerüst nach oben fahren durften.

Trotz der Wetterlage war es in 65 Metern ein atemberaubender Blick über Schleswig und die Schlei. Bei entsprechenden Winden hat man an diesem Arbeitsplatz schon so einiges auszuhalten. Beeindruckend allein das Gerüst. In dieser Komplexität und Größe, so haben wir lernen dürfen, gibt es lediglich 6 Firmen im deutschsprachigen Raum, die so etwas überhaupt realisieren können. Mehrere Monate hat der Aufbau in Anspruch genommen ehe der erste Handwerker das Gerüst betreten durfte.
Die bisher veranschlagten Kosten von ca. 20 Mio. Euro liegen etwas über den ursprünglichen Planungen von ca. 17 Mio. Euro, da ein Teil des Aufwands erst nach Beginn der Maßnahme abschließend beziffert werden konnte. Wieder voll einsatzfähig soll der Dom im Sommer 2020 sein - pünktlich zum 500. Geburtstag des Brüggemann - Altars.

Die Schleswiger Junioren wünschen dem Fortgang der Domsanierung einen guten Verlauf, damit auch spätere Generation und viele Tages- und Übernachtungsgäste das Wahrzeichen bewundern können.


Piet Lassen